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Stanislaw Toegel

biographical information
Stanislaw Toegel was born on August 20, 1905, was a lawyer by trade whose first cartoons appeared in Lwow, Poland before the war.  He was a self taught artist, whose work was driven by "a sense of humor  and a good tempered passion for ridiculing deeds, not men."  In 1932 he published a book of political cartoons.  He never published any more, however he did not stop drawing.  Toegel was a reserve officer who succeeded in escaping from a German prison camp, after being taken prisoner in the 1939 Battle of Poland.  Toegel was sent to another German prison camp, in October 1944.

Throughout his time in the prison camp, and while doing forced labor, he continued to draw his satirical cartoons, which were clandestinely circulated via the underground.

After his liberation in the Spring of 1945, Toegel began working in a Displaced Persons camp, using the pseudonym "Cupboard," while publisher Antoni Markiewicz began publishing some of Toegel's work (the series "Hitleriada Furiosa" and "Hitleriada Macabra") in Celle, Germany, which were based on original sketches created while he was interned in the prison camp in 1944.  In 1947 Toegel illustrated a Polish children's book "Przygoda Kosmatki," also printed in Celle.

Hitleriada Macabra was a series of ten prints from an edition of 1450.  They are in full color, and there is also an illustrated cover.  The titles of the prints are:
The Butcher
"Preliminary Investigations"
Strength through joy
A Sharpshooter
What makes them smile
Guard by the walls of the ghetto
"Investigations" on a 16 year old girl
Hanging by the nose: The 8-day torture of Jan Blazejowski
"Science" gives a hand
The conquerors of the Warsaw ghetto

Hitleriada Furiosa was a series of twelve prints from an edition of 1450.  They also are in full color, and there is also an illustrated cover.  The titles of the prints are:
The day of reckoning
The old glory
The little innocent
"Deutschland, Deutschland ueber Alles"
The three German gods
Germany will never surrender
The May Day fool
"My name is Meier of one British bomb falls on Berlin"
The dream of power 1941
"Germania furiosa"
Today Germany, tomorrow the world
His master's voice

For both series, the copyright is dated 1946 by Antoni Markiewicz, and printed by Emil Falke for F.W. Doebereiner in Hamburg.  The plates were struck in 1945, and based on drawings created in 1944.



Quelle:

Dortmund -
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

Ausstellung in Dortmund

Oktober 2002 bis einschliesslich Mo, 30. Juni 2003

"Hitleriada Furiosa - Hitleriada Macabra"

Ausstellung mit Zeichnungen von Stanislaw Toegel (1905-1953)

Referentin: Frau Jaehner M.A. , stellvertr. Leiterin des Kulturgeschichtlichen Museums Osabrück/Felix-Nussbaum-Haus

Ein Dortmunder, der als Spender namentlich ungenannt bleiben möchte, überraschte das Stadtarchiv Dortmund vor vier Jahren mit einem großzügigen Geschenk: 22 kolorierte Nazi-Karikaturen eines zum damaligen Zeitpunkt unbekannten Künstlers, dessen Signatur kaum lesbar war, lediglich war feststellbar , dass die auf den einzelnen Blättern aufdruckten Sätze in polnischer Sprache abgefasst waren .

Die Suche nach der Identität des Künstlers vor Ort in gängigen Nachschlagewerken erwies sich ergebnislos.

Auf den einzelnen Karikaturen waren als Signaturorte Göttingen und Osnabrück angegeben, sodass Suchanfragen an die dort ansässigen Museen und Archive gerichtet wurden.

Schließlich war es das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück, das die Identität des Künstlers aufhellen konnte. Es handelt sich hierbei um Stanislaw Toegel (geb. Lemberg 1905 - verst. Bytom 1953, polnischer Widerstandskämpfer und Karikaturist, der nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes (August 1943) zur Zwangsarbeit in ein Straflager nach Göttingen deportiert wurde und in einer Papierfabrik Zwangsarbeit leisten musste. Auch dort betätigte er sich konspirativ und unter seiner Feder entstanden eben diese satirischen Zeichnungen.

Nach der Befreiung im Frühjahr 1945 kam Toegel nach Osnabrück, wo er im DP-Lager in einer Zeitschrift unter dem Pseudonym „Szafa“ (Schrank) Beiträge publizierte. Nach der Rückführung in seine polnische Heimat nahm Stanislaw Toegel seinen Wohnsitz in Bytom, wo er im Jahr 1953 verstarb.

Die Aufarbeitung der Geschichte der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Dortmund, die in einem zweijährigen Projekt zur Zeit im Stadtarchiv anhängig ist, wird durch die Arbeiten Stanislaw Toegels um einen künstlerisch-agitatorischen Aspekt bereichert, welcher eine spezielle Form des Widerstandes gegen das nationalsozialistische Terrorsystem in exemplarischer Weise aufzeigt.

STANISLAW TOEGEL (Biographie)
Geboren am 20. Juli 1905 in Jaworowo im Regierungsbezirk Lwów (Lemberg), damals zur K.uK. Monarchie Östereich gehörig). Seine Vorfahren stammten aus Schweden. Einer seiner Vorfahren war am Kaiserhof in Wien als Offizier tätig. Stanislaw Emil Toegel lebte mit Ehefrau Olga, geb. Freidenberg, in Jaworowo, ca. 40 km nordwestlich von Lwów. Stanislaw studierte und absolvierte die Juristische Falkultät der nach König Jan Kazimierz benannten Universität in Lwów. In den 30er Jahren siedelte Toegel nach Karszawa um, wo er eine Beschäftigung im Versicherungswesen aufnahm. Als Reserveoffizier nahm er am Krieg 1939 gegen die Deutschen teil und geriet in Gefangenschaft; konnte jedoch später flüchten. Die Zeit der deutschen Besetzung verbrachte er konspirativ in Warszawa. Dort nahm er aktiv an der Untergrundbewegung der AK (Armia Krajowa = Heimatarmee) teil, und war hierbei wahrscheinlich auch an Sabotage- und propagandistischen Aktionen beteiligt. Nach nichtoffiziellen Quellen war Toegel der Zeichner jenes weit bekannten und anerkannten Symbols eines Ankers – das Zeichen „Kämpfendes Polen“. Der Anker hatte in seinem oberen Teil den Buchstaben „P“ (für Polen) und im unteren Bereich den Buchstaben „W“ (für kämpfendes). Dieses Symbol erschien in vielen polnischen Städten auf den Hauswänden im Frühjahr 1942.

Toegel war ein begabter Karikaturist, wenn auch nur Autodidakt. In der Lwówer Zeit (Lemberg) war er als Mitarbeiter im Dziennik Polski und Kurier Lwówski - beides angesehene Gazetten – tätig; verfasste Feuilleton-Beiträge und gestaltete Karikaturen.

Nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes wurde Toegel in ein Straflager nach Göttingen deportiert und musste Zwangsarbeit in einer Papierfabrik leisten. Auch dort betätigte er sich konspirativ und unter seiner Feder entstanden eine Reihe von satirischen Zeichnungen. Nach der Befreiung im Frühjahr 1945 kam Toegel nach Osnabrück, wo er sich im DP-Lager an der Herausgabe einer Lagerzeitschrift beteiligte. Der Verleger Anton Markiewicz veröffentlichte damals einen Zyklus Karikaturen Toegels (Celle 1945/46) unter dem Namen „Hitleriada Furiosa“ und „Hitleriada Macabra“. Sie sind ein herausragendes Beispiel für die politische Karikatur als Instrument des Widerstandes, der Form des Widerstandes, die eine besondere Bedeutung im von Deutschland besetzten Polen erlangte. In geheimen Druckereien wurden politische Flugzettel, Zeitschriften, Broschüren, Plakate mit satirischem Inhalt und Karikaturen gedruckt. Eben diese Arbeiten liegen dem Stadtarchiv Dortmund vor.

Nach der Rückführung in die Heimat im Jahre 1947 nahm er seinen Wohnsitz in Bytom. Nur sechs Jahre später starb er dort im Alter von 48 Jahren.

Veranstalter: Stadtarchiv Dortmund und Mahn- und Gedenkstätte Steinwache in Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt Dortmund, der Auslandsgesellschaft NRW e.V. und der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten, Bezirk Westliches Westfalen und Unterbezirk Dortmund